Mitmachen statt „nur“ beobachten

— Martine Leeker, September 2015

Es gilt abschließend zu betonen, dass an dieser gemäß der Umorientierung der Arbeit in Re-thinking methods mit dem Herbst 2015 hier keine diskursanalytische Untersuchung durchgeführt werden sollte, wie sie bisher im Fokus der diskursanalytischen Ästhetik für digitale Kulturen stand. Diese hätte z. B. die Formen der Subjektivierung als Weise der Regierung durch Remix analysiert. Eine Kritik des Remix hätte zudem immer darauf zu achten, dass sie nicht auf tradierten Begriffen aufsetzt. So ist in der Forschung die Haltung zu Remix und Serialität z. B. äußerst ambivalent (Eckart Voigts, Mashup und intertextuelle Hermeneutik des Alltagslebens: Zu Präsenz und Performanz des digitalen Remix 2015). Sie werden auf der einen Seite kultur-kritisch als Niedergang von Kreativität beäugt, da mit ihnen ein autonomes Individuum sowie die Originalität eines Werkes verloren ginge und damit der Kulturindustrie zugearbeitet würde. Auf der anderen Seite werden sie ebenso emphatisch als Quelle kultureller Transformation und medialer Reflexion gelobt und zu einer Kreativität eigenen, techno-operativen Rechts erhoben. Mit den hier angestellten Reflexionen sollte nun eher in Richtung der letztgenannten Forschung ein substantieller Beitrag dazu erbracht werden, mit welchen Methoden mit digitalen Mysterien umgegangen werden kann, um den von ihnen erbrachten kulturellen Transformationen zu folgen.

Über uns

Re-thinking methods: Experiments&Interventions als Methode eines kontinuierlichen und diskursanalytischen Überdenkens und Umdenkens von Bedingungen und Perspektiven digitaler Kulturen und ihrer Erforschung. Mehr dazu auf der Seite Über uns...

Das DCRL ist Teil des Centre for Digital Cultures (CDC) an der Leuphana Universität Lüneburg.

Kontakthof 2.0

Das Theaterprojekt „Kontakthof 2.0. Living in digital cultures“ wurde für die Verabschiedung des Innovations-Inkubators, Bereich Digitale Medien der Leuphana Universität Lüneburg erarbeitet, ein von 2009 bis 2015 von der EU gefördertes Projekt zur regionalen Entwicklung. Die Aufführung fand am 24.6.2015 im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Inkubators an der Universität in einem Seminarsaal statt. Das Stück wurde in einem Seminar mit Studierenden zum Thema „TheorieTheater“ entwickelt. Eine ausführliche Projektdokumentation sowie den dazugehörigen Mitschnitt finden sie auf der Unterseite “Kontakthof 2.0. Embodiment of Remix und TheorieTheater“.