Die Filme, Danksagungen

— Martina Leeker, September 2016

Anton Moosleitner hat aus dem Video-Material, das beim Workshop entstand, zwei Filme erstellt, die eine eigene Geschichte des smart house erzählen. In diesen Filmen kommen gleichwohl die soeben genannten Methoden zum Tragen. Menschen erzählen über-affirmierende Geschichten vom smart house, sie performen dieses mit dem Effekt, dass aus dem Tun Erkenntnis entsteht und sie erfinden Geschichten aus der Zukunft. Mit diesen werden aktuelle Vorstellungen durchkreuzt und auf die Tradierung problematischer Menschen- und Technikbilder hin abgeklopft, wie z. B. das Denkmodell eines instrumentellen Technikgebrauchs oder das eines autonomen Subjektes. Im Ringen mit diesen Konzepten entsteht zum einen eine Kritik von Technik-Geschichte und exklusiver Anthropologie, indem die Chancen der Handlungs-Agenturen im smart house ermittelt werden. Zum anderen sind es die tradierten Spuren älterer Vorstellungen, die eine Referenzfolie für die kritische Reflexion des Neuen bieten.

Die Filme sind schließlich eine Form der Archivierung eines bescheidenen, guerilla-artigen Versuches, mit dem ein smart house als Stellvertreter für die uns vereinnahmenden smarten Environments besetzt und wiederangeeignet, ihm zumindest etwas entgegengesetzt wurde.

Danksagungen

Wir danken Kai von Luck, Susanne Draheim, Tobias Eichler vom Living Place der HAW für ihre Gastfreundschaft. Oona Braaker und Jannik Leenen gilt Dank für ihre geduldige Arbeit an der Kamera. Anton Moosleitner danken wir für seine Filme. Allen Mitwirkenden sei für ihr Engagement und insbesondere Nishant Shah für seine konzeptuelle Beratung gedankt.

Über uns

Re-thinking methods: Experiments&Interventions als Methode eines kontinuierlichen und diskursanalytischen Überdenkens und Umdenkens von Bedingungen und Perspektiven digitaler Kulturen und ihrer Erforschung. Mehr dazu auf der Seite Über uns...

Das DCRL ist Teil des Centre for Digital Cultures (CDC) an der Leuphana Universität Lüneburg.

Kontakthof 2.0

Das Theaterprojekt „Kontakthof 2.0. Living in digital cultures“ wurde für die Verabschiedung des Innovations-Inkubators, Bereich Digitale Medien der Leuphana Universität Lüneburg erarbeitet, ein von 2009 bis 2015 von der EU gefördertes Projekt zur regionalen Entwicklung. Die Aufführung fand am 24.6.2015 im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Inkubators an der Universität in einem Seminarsaal statt. Das Stück wurde in einem Seminar mit Studierenden zum Thema „TheorieTheater“ entwickelt. Eine ausführliche Projektdokumentation sowie den dazugehörigen Mitschnitt finden sie auf der Unterseite “Kontakthof 2.0. Embodiment of Remix und TheorieTheater“.