Posthuman Chances Lab

— Martina Leeker, Juni 2017

„Posthuman Chances Lab“ (PHC-Lab) bieten eine Möglichkeit sich kritisch mit aktuellen Diskursen zum Posthumanismus (z.B.: Karen Barad, Donna Haraway, Rosi Braidotti, Bruno Latour, Mark B. Hansen, Christiane Voß, Benjamin Bratton) sowie den turbokaptalistischen technologischen Überschreitungen des „Menschen“ auseinanderzusetzen. Die Theorien des Posthumanismus sind hoch geschätzt, da sie auch als eine Möglichkeit gesehen werden, menschlichen Agierenden im Angesicht des Anthropozäns eine Art techno-umweltliche Demut nahezulegen; eine Voraussetzung um die Erde noch zu retten. Zugleich stehen die genannten Theorie und die in ihnen unternommene Verabschiedung des „Menschen“ im Kontext einer techno-logischen Bedingung, in der menschliche Agierende zum Datengeber in selbst organisierten Infrastrukturen (Wendy Chun) und einer algorithmischen Gouvernementalität (Antoinette Rouvroy) werden. Die PHC-Labs gehen der Frage nach, wie mit dieser Ambivalenz und Gleichzeitigkeit umgegangen werden kann. Dazu werden die posthumanen Theorieansätze und Diskurse im fiktiven Lab affirmativ aufgenommen und in Projekten (fiktive Seminare, Trainingsapparate, Medien, Kleidung, Essen, bio-technologische Experimente etc.) für posthumanes Bewusstsein und Verhalten konkret umgesetzt und getestet. In der Affirmation sollen zugleich die kritischen Aspekte markiert und erlebbar gemacht sowie die produktiven, gegebenenfalls gesellschaftsverändernden Potenziale ausgelotet werden.

Über uns

Re-thinking methods: Experiments&Interventions als Methode eines kontinuierlichen und diskursanalytischen Überdenkens und Umdenkens von Bedingungen und Perspektiven digitaler Kulturen und ihrer Erforschung. Mehr dazu auf der Seite Über uns...

Das DCRL ist Teil des Centre for Digital Cultures (CDC) an der Leuphana Universität Lüneburg.

Kontakthof 2.0

Das Theaterprojekt „Kontakthof 2.0. Living in digital cultures“ wurde für die Verabschiedung des Innovations-Inkubators, Bereich Digitale Medien der Leuphana Universität Lüneburg erarbeitet, ein von 2009 bis 2015 von der EU gefördertes Projekt zur regionalen Entwicklung. Die Aufführung fand am 24.6.2015 im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Inkubators an der Universität in einem Seminarsaal statt. Das Stück wurde in einem Seminar mit Studierenden zum Thema „TheorieTheater“ entwickelt. Eine ausführliche Projektdokumentation sowie den dazugehörigen Mitschnitt finden sie auf der Unterseite “Kontakthof 2.0. Embodiment of Remix und TheorieTheater“.